Wir wollen eine bessere Wissenschaftskultur für alle.

Die Arbeit an der Hochschule soll sich durch Nachhaltigkeit, Diversität und Chancengleichheit auszeichnen: Nur so kann wissenschaftliche Exzellenz erreicht werden. Better Science zeigt, wie Hochschulangehörige, Teams und Institutionen ein faires, wertschätzendes und verantwortungsvolles Umfeld schaffen können. 

 

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Was kann ich tun?

Ein Kulturwandel hin zu einer diversen, chancengleichen und nachhaltigen Kultur an Hochschulen kann von allen Hochschulangehörigen getragen werden. Egal, in welcher Rolle Sie sich befinden: Sie haben mehr Einfluss als Sie denken. Finden Sie heraus, was Sie heute konkret anstossen können. Unsere Anleitungen sind erprobte Praktiken aus dem Hochschulbetrieb. 

Verknüpfung Lehre und Forschung

Forschung und Lehre gehen zusammen. Verstehen Sie sich als Lernende*r in allen Kontexten. Versuchen Sie, die Perspektiven Ihrer Studierenden anzunehmen und Kritik anzunehmen. Verbinden Sie den Aufbau von Wissen mit Forschung in Praktika und Seminaren. Unterstützen Sie die Entwicklung einer kritischen und neugierigen Haltung von Studierenden und Teammitgliedern. Erhalten Sie einen intellektuellen Anspruch gegenüber den Studierenden aufrecht, indem Sie ihnen ihre Pflichten und Verantwortlichkeiten in Bezug auf ihre persönliche Arbeit erklären, indem ich die Ziele und Anforderungen der Kurse erkläre, indem Sie mit ihnen den Sinn und die Gründe für die Organisation der Inhalte bespreche, indem ich sie um ihr Feedback zu den erteilten Lektionen bitten und indem sie dieses berücksichtigen. Nehmen Sie Gelegenheiten wahr, sich weiterzubilden.

Diversität bei Anstellungen erreichen

Beiträge von Forschenden können als Ganzes oder als Portfolio betrachtet werden. Cluster-Anstellungen können Institutionen helfen, über Einstellungen im Hinblick auf ihr grösseres akademisches Portfolio nachzudenken. Sie sind auch eine bewährte Strategie zur Steigerung der Diversität.

Offene Diskussionen führen

Die Führung offener Diskussionen kann dazu beitragen, ein kollaborativeres Umfeld zu schaffen, indem den Teammitgliedern die Möglichkeit gegeben wird, nicht nur über ihre Erfolge, sondern auch über ihre "Misserfolge" zu berichten. Dies trägt dazu bei, Respekt und Vertrauen innerhalb des Forschungsteams aufzubauen, indem offen darüber gesprochen wird und Unterstützung gewährt wird, wenn nicht immer alles glatt läuft.

Doktoratsvereinbarung abschliessen

In der Doktoratsvereinbarung werden im Hinblick auf die optimale Förderung der Doktorierenden die Rahmenbedingungen des Doktorats festgelegt. Dazu gehören unter anderem die Form und Dauer des Doktorats, Ausbildungs-, Forschungs- und Betreuungsziele. Des weiteren werden in der Doktoratsvereinbarung die angestrebten wissenschaftlichen Leistungen, z.B. schriftliche Beiträge oder Kongressbeiträge, definiert. Die Ausbildungs- und Forschungsziele der*des Doktorierenden werden für eine bestimmte Laufzeit formuliert (z.B. ein Jahr) und periodisch besprochen und neu angepasst. Eine institutsfremde Zweitbetreuung ist häufig vorgesehen und sinnvoll, um insbesondere in Konfliktfällen eine Anlaufstelle bieten zu können.

Nächste Veranstaltung

Online lunch event: Slow Science in Times of AI

Artificial intelligence promises faster research: automated analysis, generated text, shorter publication cycles. The Slow Science Movement argues that good research needs time, reflection and careful collaboration. This event examines what slow science can mean in an AI driven research environment.

David Ginsbourger, Professor of Statistical Data Science and Director of the Institute of Mathematical Statistics and Actuarial Science, University of Bern, presents STRADA (www.strada.unibe.ch), the university's initiative connecting disciplinary knowledge with AI methods. He discusses opportunities and limits of AI for scientific practice.

Dr. Matteo Negri of the Slow Science Movement (www.slow-science.com) present their demands addressed to funders, institutions, publishers and researchers: more time for reflection, broader evaluation criteria, incentives for careful review, and stronger collaboration among researchers.

The event raises questions for discussion: Where can AI create room for reflection instead of adding pressure? Which research tasks gain from automation, and which lose quality when accelerated? Can AI even provide tools for slow science?

25. November 2026, 12:15
Online

Wir gestalten Wissenschaftskultur

Wer, wenn nicht wir? Stimmen aus dem Hochschulalltag.

For many years I have pushed a ‘better science agenda’ in my university and as a member of the Presiding Board of the Swiss National Science Foundation. The DORA declaration, new ways of evaluating research accomplishments and CVs have been crucial in this respect. This better science agenda is clearly present in the SNSF 2021-2024 plan. But we need a platform and network such as Better science to make a cultural change happen in the everyday functioning of the Swiss institutions of Higher Education. We’re not nowhere on this path, as some pessimists think, but we still have a long way to go.

Ola Söderström

About time that things move...

Martin Müller

Die Anforderungen an erfolgreiche/exzellente Wissenschaft sind männlich geprägt und stehen damit der tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter an den Hochschulen im Weg.

Fleur Weibel

Better Science: Une initiative aussi bienvenue que nécessaire. Il en va de la qualité de la science comme du bien-être et de la santé des chercheurs et enseignants.

Christiane Kreitlow

Danke für euer Engagement und eure Initiative - finde ich sehr gut! Es geht letztlich darum, Mensch zu sein. Und nicht nur ein Rädchen in einer Wissenschaftsmaschine.

Detlev Vogel

Forschungsfreiheit bedeutet nicht, dass die Forschenden ausserhalb der Gesellschaft stehen. Forschungsfreiheit verweist auf die soziale Utopie der Universitäten und wissenschaftlichen Forschung: soziale Orte und Prozesse, welche für Grundwerte wie Kooperation, Wahrheit, Vertrauen, Vielfalt, Zweifel, Gemeinwohl, Verantwortung stehen und diese vor Einzelinteressen und Nutzendenken schützen.

Christoph Küffer

Zehn Handlungsaufforderungen für eine bessere Wissenschaftskultur

Machen Sie Ihre Unterstützung für eine faire und nachhaltige Wissenschaftskultur sichtbar.