Wir wollen eine bessere Wissenschaftskultur für alle.

Die Arbeit an der Hochschule soll sich durch Nachhaltigkeit, Diversität und Chancengleichheit auszeichnen: Nur so kann wissenschaftliche Exzellenz erreicht werden. Better Science zeigt, wie Hochschulangehörige, Teams und Institutionen ein faires, wertschätzendes und verantwortungsvolles Umfeld schaffen können. 

 

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Was kann ich tun?

Ein Kulturwandel hin zu einer diversen, chancengleichen und nachhaltigen Kultur an Hochschulen kann von allen Hochschulangehörigen getragen werden. Egal, in welcher Rolle Sie sich befinden: Sie haben mehr Einfluss als Sie denken. Finden Sie heraus, was Sie heute konkret anstossen können. Unsere Anleitungen sind erprobte Praktiken aus dem Hochschulbetrieb. 

Sorgfältiges Peer-Review

Der Peer-Review-Prozess kann nicht nur Einfluss darauf haben, ob eine Publikation angenommen oder abgelehnt wird, sondern auch den Autor*innen wertvolles Feedback geben. Wenn Sie eine Veröffentlichung begutachten, bemühen Sie sich, die Arbeit Ihrer Kolleg*innen zu verbessern anstatt zu denunzieren.

  • Kommunizieren Sie sorgfältig und freundlich
  • Ziehen Sie keine Schlüsse über die Qualität einer Arbeit aufgrund der Namen und Zugehörigkeiten der Autor*innen
  • Konzentrieren Sie sich auf die Forschung und nicht auf die Sprache
  • Schlagen Sie, wenn möglich, Verbesserungen vor, anstatt nur auf Fehler hinzuweisen.

Verknüpfung Lehre und Forschung

Forschung und Lehre gehen zusammen. Verstehen Sie sich als Lernende*r in allen Kontexten. Versuchen Sie, die Perspektiven Ihrer Studierenden anzunehmen und Kritik anzunehmen. Verbinden Sie den Aufbau von Wissen mit Forschung in Praktika und Seminaren. Unterstützen Sie die Entwicklung einer kritischen und neugierigen Haltung von Studierenden und Teammitgliedern. Erhalten Sie einen intellektuellen Anspruch gegenüber den Studierenden aufrecht, indem Sie ihnen ihre Pflichten und Verantwortlichkeiten in Bezug auf ihre persönliche Arbeit erklären, indem ich die Ziele und Anforderungen der Kurse erkläre, indem Sie mit ihnen den Sinn und die Gründe für die Organisation der Inhalte bespreche, indem ich sie um ihr Feedback zu den erteilten Lektionen bitten und indem sie dieses berücksichtigen. Nehmen Sie Gelegenheiten wahr, sich weiterzubilden.

Mobbing entgegentreten

Wer gemobbt wird, erfährt Stress, Unzufriedenheit, emotionale Erschöpfung oder Depressionen. Personen, die Mobbing erfahren haben, isolieren sich sozial, treffen unethische Entscheidungen und fallen öfter aus.

Personen, die Mobbing erfahren, können folgende Schritte unternehmen:

  • Interaktionen und missbräuchliches Verhalten dokumentieren
  • Ombudsperson und Anlaufstellen kontaktieren
  • Sich mit anderen Betroffenen vernetzen
  • Ausstiegsstrategie formulieren

Personen, die Mobbing beobachten, können Unterstützung leisten:

  • Als Zeug*in: Vorfälle bei Ombudsperson und Anlaufstellen melden.
  • Mehr Verantwortlichkeit und Transparenz bezüglich Erwartungen, Konsequenzen und Melderichtlinien fordern.
  • Bewusstsein für akademisches Mobbing und Belästigung erhöhen durch Teilen von Studien, Berichte und eigenen Erfahrungen.
  • Als Mitglied von Untersuchungsausschüssen für Mobbingfälle: Unvoreingenommene und umfassende Berichte über Mobbingverhalten fordern.

Transparenz, Standards und Normen

Teams könnten bestehende Leitlinien offen diskutieren, abändern und ausbauen, um einen Konsens über ihre kollektiven und individuellen Verhaltensweisen und Einstellungen zu entwickeln. Auf dieser Grundlage könnte ein Gruppenstandard oder ein Versprechen entwickelt werden, der sicherstellt, dass alle Teammitglieder wissen, was im Forschungs- oder Lehrumfeld erwartet wird. Dies trägt dazu bei, eine positive Kultur zu fördern, indem Standards und "Normen" verfeinert werden.

Nächste Veranstaltung

Online lunch event: Slow Science in Times of AI

Artificial intelligence promises faster research: automated analysis, generated text, shorter publication cycles. The Slow Science Movement argues that good research needs time, reflection and careful collaboration. This event examines what slow science can mean in an AI driven research environment.

David Ginsbourger, Professor of Statistical Data Science and Director of the Institute of Mathematical Statistics and Actuarial Science, University of Bern, presents STRADA (www.strada.unibe.ch), the university's initiative connecting disciplinary knowledge with AI methods. He discusses opportunities and limits of AI for scientific practice.

Dr. Matteo Negri of the Slow Science Movement (www.slow-science.com) present their demands addressed to funders, institutions, publishers and researchers: more time for reflection, broader evaluation criteria, incentives for careful review, and stronger collaboration among researchers.

The event raises questions for discussion: Where can AI create room for reflection instead of adding pressure? Which research tasks gain from automation, and which lose quality when accelerated? Can AI even provide tools for slow science?

25. November 2026, 12:15
Online

Wir gestalten Wissenschaftskultur

Wer, wenn nicht wir? Stimmen aus dem Hochschulalltag.

Die Zeit zum Denken muss hart erkämpft werden, dabei wäre neben der Lehre das Denken ein wichtiger Teil unserer Arbeit.

Olivia Romppainen-Martius

La science est présentée comme un accomplissement individuel, la réalisation d'une carrière académique comme l'aboutissement d'efforts individuels. Or, l'inverse est vrai : la science est le produit d'un intense travail d'équipe, réalisé au sein d'institutions complexes. Il est temps de désindividualiser l'approche, de chercher des approches collectives qui tiennent compte, accompagnent et se nourrissent des parcours individuels.

Séveric Yersin

The type of initiative much needed to activate a change in academia with long-term impact towards a more inclusive and respectful society.

Raphaëlle Luisier

Better science - wer wenn nicht wir?

Laura Walti

The higher one climbs within the academic system, the more the persistence of patriarchal structures becomes visible. We need a change of academic culture towards more space and recognition of care - care for ourselves, colleagues and our social and family life. The current workload as a professor does not allow any space for "Muse" which is crucial to develop new ideas and insights. Let's change the academic culture together towards a more equitable, caring environment!

Carolin Schurr

The measures proposed by betterscience.ch are relevant, urgent and important. Following standards from the business world, science suffers critical and systemic issue, such as an overload of publications (often poor in quality), a lack of recognition of time and commitment to reading and studying from individual researchers, career encouragement criteria based on superficial indicators, which together make the critical function of community in science impossible in most domain.

Alaric Kohler

Zehn Handlungsaufforderungen für eine bessere Wissenschaftskultur

Machen Sie Ihre Unterstützung für eine faire und nachhaltige Wissenschaftskultur sichtbar.