Wir wollen eine bessere Wissenschaftskultur für alle.

Die Arbeit an der Hochschule soll sich durch Nachhaltigkeit, Diversität und Chancengleichheit auszeichnen: Nur so kann wissenschaftliche Exzellenz erreicht werden. Better Science zeigt, wie Hochschulangehörige, Teams und Institutionen ein faires, wertschätzendes und verantwortungsvolles Umfeld schaffen können. 

 

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Was kann ich tun?

Ein Kulturwandel hin zu einer diversen, chancengleichen und nachhaltigen Kultur an Hochschulen kann von allen Hochschulangehörigen getragen werden. Egal, in welcher Rolle Sie sich befinden: Sie haben mehr Einfluss als Sie denken. Finden Sie heraus, was Sie heute konkret anstossen können. Unsere Anleitungen sind erprobte Praktiken aus dem Hochschulbetrieb. 

Offene Diskussionen führen

Die Führung offener Diskussionen kann dazu beitragen, ein kollaborativeres Umfeld zu schaffen, indem den Teammitgliedern die Möglichkeit gegeben wird, nicht nur über ihre Erfolge, sondern auch über ihre "Misserfolge" zu berichten. Dies trägt dazu bei, Respekt und Vertrauen innerhalb des Forschungsteams aufzubauen, indem offen darüber gesprochen wird und Unterstützung gewährt wird, wenn nicht immer alles glatt läuft.

Offene und sichere Teamkultur gestalten

Eine gute Teamkultur wirkt Stress, Unsicherheit und toxischem Verhalten entgegen und lässt Teammitglieder bessere Arbeit leisten. Eine gute Teamkultur hat insbesondere die folgenden Merkmale:

  • Gleichstellung: Alle Teammitglieder haben die gleiche Möglichkeit und Zeit zum Reden
  • Beteiligung: Allen Teammitgliedern wird Aufmerksamkeit zuteil
  • Empathie: Allen Teammitgliedern wird Verständnis entgegengebracht.

Teilen Sie Daten, Erfahrungen, Material mit Teammitgliedern. Veranstalten Sie regelmässig Teamsitzungen, an denen nicht nur Inhalte besprochen werden, sondern auch die Zusammenarbeit und Konfliktpotentiale. Drücken Sie Wertschätzung aus und schaffen Sie Räume, um Konflikte in einem sicheren Umfeld anzusprechen. Nehmen Sie sich Zeit für Diskussionen und Weiterbildungen, die nicht direkt mit ihrer (Forschungs-)Arbeit zu tun haben, aber die Sie als Team weiterbringen. Seien Sie sich bewusst, das eine gute Teamkultur eine konstante Aufgabe ist. Sie können ein Teammitglied verantwortlich machen für das Monitoring der Teamkultur und für die Organisation von Teamanlässen

Studentische Hilfskräfte fördern

Nachwuchsförderung beginnt bei den Studierenden. Indem Sie Hilfsassistenzstellen transparent ausschreiben, geben Sie Studierenden die Möglichkeit, sich ernsthaft mit der Idee auseinander zu setzen, wissenschaftlicher Arbeit nachzugehen. Eine transparente Ausschreibung fördert Inklusion und Diversität, die Sie mit einer intransparenten Selektion allenfalls nicht erreichen. Ein klares Aufgabenprofil für Hilfsassistierende trägt dazu bei, dass diese bestmöglich von ihren Aufgaben profitieren können und eine faire Arbeitsbelastung erfahren.

Über Erfolge sprechen

Die Sichtbarmachung von unternommenen Anstrengungen und implementierten Massnahmen zur Verbesserung von Wissenschaftskultur, Evaluation und Führungsqualität ist wichtig, um Unterstützung zu finden und als Vorbild funktionieren zu können. Tun Sie Gutes und sprechen Sie darüber!

Nächste Veranstaltung

Online lunch event: Slow Science in Times of AI

Artificial intelligence promises faster research: automated analysis, generated text, shorter publication cycles. The Slow Science Movement argues that good research needs time, reflection and careful collaboration. This event examines what slow science can mean in an AI driven research environment.

David Ginsbourger, Professor of Statistical Data Science and Director of the Institute of Mathematical Statistics and Actuarial Science, University of Bern, presents STRADA (www.strada.unibe.ch), the university's initiative connecting disciplinary knowledge with AI methods. He discusses opportunities and limits of AI for scientific practice.

Dr. Matteo Negri of the Slow Science Movement (www.slow-science.com) present their demands addressed to funders, institutions, publishers and researchers: more time for reflection, broader evaluation criteria, incentives for careful review, and stronger collaboration among researchers.

The event raises questions for discussion: Where can AI create room for reflection instead of adding pressure? Which research tasks gain from automation, and which lose quality when accelerated? Can AI even provide tools for slow science?

25. November 2026, 12:15
Online

Wir gestalten Wissenschaftskultur

Wer, wenn nicht wir? Stimmen aus dem Hochschulalltag.

Als Wiedereinsteigerin in der Forschung und Mutter dreier Kinder bin ich akademisch "weg vom Fenster", bevor ich eigentlich angefangen habe... Schade, dass in der Akademie die Währung Zahl der Publikationen und internationaler Austausch "alles" ist. Wer hier Jahre verpasst, hat keine echte Chance auf Anschluss. Trotzdem: Ich liebe es, zu forschen. Und ich nutze mein Wissen aus anderen Lebensbereichen hierfür.

Muriel Degen

Better science is about critical interrogations enabled through feminist, queer, postcolonial, crip, class- and cast-sensitive perspectives anchored in ecological and economical justice and based on deliberative democracy. It is about participative formats, about practicing theory, and about team-based, circular questioning.

Forschung Art Education Zürcher Hochschule der Künste

I really appreciate the fact that at this point in my career, I am quite free to pursue the ideas that really matter to me. Yes, it is this freedom that I cherish a lot and as I learn to protect these precious moments, my creativity blossoms.

Regula Neuenschwander

The higher one climbs within the academic system, the more the persistence of patriarchal structures becomes visible. We need a change of academic culture towards more space and recognition of care - care for ourselves, colleagues and our social and family life. The current workload as a professor does not allow any space for "Muse" which is crucial to develop new ideas and insights. Let's change the academic culture together towards a more equitable, caring environment!

Carolin Schurr

Better Science is a necessity.

Kali Tal

Im Sinne von Eugenia Cheng (X+Y: a manifesto for rethinking gender) sollten wir kongressive* Evaluationskriterien entwickeln anstatt Wissenschaftler*innen anhand ingressiver** Kriterien zu bewerten.

*kongressiv: Konzentration auf die Gesellschaft und die Gemeinschaft, Berücksichtigung anderer, statt ihnen etwas aufzuzwingen, Betonung von Interdependenz und Vernetzung, Zusammenarbeit und Kooperation, umsichtige Denkprozesse

**ingressiv: Fokussierung auf sich selbst, Betonung der Unabhängigkeit, wettbewerbsorientiert und kontradiktorisch, eingleisiges Denken

Nele Schuwirth

Zehn Handlungsaufforderungen für eine bessere Wissenschaftskultur

Machen Sie Ihre Unterstützung für eine faire und nachhaltige Wissenschaftskultur sichtbar.