Wir wollen eine bessere Wissenschaftskultur für alle.

Die Arbeit an der Hochschule soll sich durch Nachhaltigkeit, Diversität und Chancengleichheit auszeichnen: Nur so kann wissenschaftliche Exzellenz erreicht werden. Better Science zeigt, wie Hochschulangehörige, Teams und Institutionen ein faires, wertschätzendes und verantwortungsvolles Umfeld schaffen können. 

 

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Was kann ich tun?

Ein Kulturwandel hin zu einer diversen, chancengleichen und nachhaltigen Kultur an Hochschulen kann von allen Hochschulangehörigen getragen werden. Egal, in welcher Rolle Sie sich befinden: Sie haben mehr Einfluss als Sie denken. Finden Sie heraus, was Sie heute konkret anstossen können. Unsere Anleitungen sind erprobte Praktiken aus dem Hochschulbetrieb. 

Studentische Hilfskräfte fördern

Nachwuchsförderung beginnt bei den Studierenden. Indem Sie Hilfsassistenzstellen transparent ausschreiben, geben Sie Studierenden die Möglichkeit, sich ernsthaft mit der Idee auseinander zu setzen, wissenschaftlicher Arbeit nachzugehen. Eine transparente Ausschreibung fördert Inklusion und Diversität, die Sie mit einer intransparenten Selektion allenfalls nicht erreichen. Ein klares Aufgabenprofil für Hilfsassistierende trägt dazu bei, dass diese bestmöglich von ihren Aufgaben profitieren können und eine faire Arbeitsbelastung erfahren.

Nein sagen

"Nein" sagen zu Anfragen, Möglichkeiten, Projekten ist ein Skill, der gelernt werden muss: Wir sagen meistens automatisch Ja, wenn wir um etwas gebeten werden. Um zu lernen, besser Nein sagen zu können, kann eine Liste der getroffenen Entscheidungen geführt werden und es können Prioritäten und Limits gesetzt werden (z.B. nur 1 Peer review pro Monat). Es braucht klare Kriterien, um eine Entscheidung treffen zu können. Diese können folgendermassen aussehen:

  • Passt diese Gelegenheit zu meinem Forschungsprogramm und meiner Identität?
  • Macht mir das Commitment Spass?
  • Habe ich die Zeit, eine gute Arbeit zu leisten, ohne bestehende Verpflichtungen zu opfern?
  • Lässt die Gelegenheit Raum für mein Privatleben?
  • Bin ich in einzigartiger Weise qualifiziert, diese Aufgabe zu erfüllen?

Mobbing entgegentreten

Wer gemobbt wird, erfährt Stress, Unzufriedenheit, emotionale Erschöpfung oder Depressionen. Personen, die Mobbing erfahren haben, isolieren sich sozial, treffen unethische Entscheidungen und fallen öfter aus.

Personen, die Mobbing erfahren, können folgende Schritte unternehmen:

  • Interaktionen und missbräuchliches Verhalten dokumentieren
  • Ombudsperson und Anlaufstellen kontaktieren
  • Sich mit anderen Betroffenen vernetzen
  • Ausstiegsstrategie formulieren

Personen, die Mobbing beobachten, können Unterstützung leisten:

  • Als Zeug*in: Vorfälle bei Ombudsperson und Anlaufstellen melden.
  • Mehr Verantwortlichkeit und Transparenz bezüglich Erwartungen, Konsequenzen und Melderichtlinien fordern.
  • Bewusstsein für akademisches Mobbing und Belästigung erhöhen durch Teilen von Studien, Berichte und eigenen Erfahrungen.
  • Als Mitglied von Untersuchungsausschüssen für Mobbingfälle: Unvoreingenommene und umfassende Berichte über Mobbingverhalten fordern.

Lehrkultur stärken

Ein Leitbild Lehre kann klare Handlungsmaximen aufzeigen, etwa in den Bereichen Inhalte, Ziele und Gestaltung von Veranstaltungen, Leistungsnachweise, Studierende/Teilnehmende, Lehrende, Organisation und Evaluation. Mit einem Leitbild Lehre stärken Sie die Lehrkultur und tragen dazu bei, dass Lehrpersonen und Studierende eine gemeinsame Ausgangslage haben für die Gestaltung der Lehre.

Nächste Veranstaltung

Online lunch event: Slow Science in Times of AI

Artificial intelligence promises faster research: automated analysis, generated text, shorter publication cycles. The Slow Science Movement argues that good research needs time, reflection and careful collaboration. This event examines what slow science can mean in an AI driven research environment.

David Ginsbourger, Professor of Statistical Data Science and Director of the Institute of Mathematical Statistics and Actuarial Science, University of Bern, presents STRADA (www.strada.unibe.ch), the university's initiative connecting disciplinary knowledge with AI methods. He discusses opportunities and limits of AI for scientific practice.

Dr. Matteo Negri of the Slow Science Movement (www.slow-science.com) present their demands addressed to funders, institutions, publishers and researchers: more time for reflection, broader evaluation criteria, incentives for careful review, and stronger collaboration among researchers.

The event raises questions for discussion: Where can AI create room for reflection instead of adding pressure? Which research tasks gain from automation, and which lose quality when accelerated? Can AI even provide tools for slow science?

25. November 2026, 12:15
Online

Wir gestalten Wissenschaftskultur

Wer, wenn nicht wir? Stimmen aus dem Hochschulalltag.

The guidelines of Better Science serves as a compass for all of our lab's activities.

Sebastian Berger

Wissenschaft wird durch Menschen betrieben, es ist Arbeit mit Menschen und zwischen Menschen. "Better Science" macht dies transparent, damit eine Wissenschafts- und Kommunikationskultur ensteht, auf deren Boden Wissenschaftlerinnen gedeihen können.

Stefan Brönnimann

I am committed to use, to apply and to share these 10 rules in my institution because I believe that they contribute to better science!

Claudia Cavadas

This lagging system needs an update to tackle the challenges of the 21st century. Doing so by rethinking the status quo and striving for better academic quality through equal opportunities? Yes, absolutely! It's time to catch up.

Mira Röseler

I'm a supporter of the 'BETTER SCIENCE' principle. I firmly believe that such principles should be promoted throughout academic and research environments.

Nina Bono

Danke für euer Engagement und eure Initiative - finde ich sehr gut! Es geht letztlich darum, Mensch zu sein. Und nicht nur ein Rädchen in einer Wissenschaftsmaschine.

Detlev Vogel

Zehn Handlungsaufforderungen für eine bessere Wissenschaftskultur

Machen Sie Ihre Unterstützung für eine faire und nachhaltige Wissenschaftskultur sichtbar.