Wir wollen eine bessere Wissenschaftskultur für alle.

Die Arbeit an der Hochschule soll sich durch Nachhaltigkeit, Diversität und Chancengleichheit auszeichnen: Nur so kann wissenschaftliche Exzellenz erreicht werden. Better Science zeigt, wie Hochschulangehörige, Teams und Institutionen ein faires, wertschätzendes und verantwortungsvolles Umfeld schaffen können. 

 

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Was kann ich tun?

Ein Kulturwandel hin zu einer diversen, chancengleichen und nachhaltigen Kultur an Hochschulen kann von allen Hochschulangehörigen getragen werden. Egal, in welcher Rolle Sie sich befinden: Sie haben mehr Einfluss als Sie denken. Finden Sie heraus, was Sie heute konkret anstossen können. Unsere Anleitungen sind erprobte Praktiken aus dem Hochschulbetrieb. 

Faire Beurteilung in Anstellungskommissionen

In Anstellungskommissionen sollen Wert auf Gerechtigkeit und Transparenz bei der Forschungsbewertung gelegt werden. Die Mitglieder von Anstellungskommissionen sollen sich ihrer Voreingenommenheit bewusst sind und Möglichkeiten haben, dem entgegenzuwirken. In Anstellungskommissionen sollen Wert auf Gerechtigkeit und Transparenz bei der Forschungsbewertung gelegt werden. Die Mitglieder von Anstellungskommissionen sollen sich ihrer Voreingenommenheit bewusst sind und Möglichkeiten haben, dem entgegenzuwirken. So kann beispielsweise ein Mitglied der Anstellungskommission die Aufgabe übernehmen, die anderen Mitglieder auf unbewusste Vorurteile zu überprüfen. Es kann etwa die Zeit gemessen werden, die sie für die Diskussion der einzelnen Kandidierenden aufwenden, und die Anzahl der negativen und positiven Kommentare zählen.

Fähigkeiten ausserhalb der Hochschule stärken

Insbesondere Doktorierende und Nachwuchswissenschaftler*innen sollten ermutigt werden, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln, auch wenn sie nicht direkt mit ihrem Fachgebiet zusammenhängen. Nur ein Bruchteil der Doktorierenden wird später eine Professur innehalten; die Entwicklung von Fähigkeiten für Karrieren ausserhalb des akademischen Bereichs trägt somit zur Entstigmatisierung des Ausscheidens aus dem akademischen Bereich bei.

Wissenslücken ansprechen

Die berufliche Weiterentwicklung ist ein Schlüsselfaktor für die Bindung von Mitarbeitenden und steigert nicht nur die Qualität der Forschung für die Einrichtung, sondern für die gesamte Forschungsgemeinschaft. Forschende können sich mehr wertgeschätzt fühlen, wenn der Qualifikationsbedarf individuell und als Gruppe überprüft wird, um sicherzustellen, dass sie alle über die für ihre Rolle erforderlichen Fähigkeiten verfügen, z. B. in den Bereichen Lehre, Umgang mit Daten, Verfassen von Anträgen und Ressourcenmanagement, und um darauf aufbauend Lücken zu ermitteln und Kurse zur Weiterentwicklung anzubieten.

Weiterbildungen besuchen

Weiterbildungen in den Themen Vorurteile, Wissenschaftskultur, Leadership, Diversität besuchen: Insbesondere Führungskräfte, aber auch als Teams. Periodisch Angebote nutzen und darüber sprechen. Der Erwerb von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen wird durch entsprechende Angebote ermöglicht, unabhängig davon, ob eine Karriere im akademischen Sektor oder außerhalb davon angestrebt wird. Karrierewege, die aus der Wissenschaft herausführen, sind ebenso anerkennenswert, und auch außerhalb des akademischen Sektors, wo der überwiegende Teil der Promovierten die Karriere fortsetzt, ist eine wis-senschaftliche Qualifizierung wertvoll.

Nächste Veranstaltung

Online lunch event: Slow Science in Times of AI

Artificial intelligence promises faster research: automated analysis, generated text, shorter publication cycles. The Slow Science Movement argues that good research needs time, reflection and careful collaboration. This event examines what slow science can mean in an AI driven research environment.

David Ginsbourger, Professor of Statistical Data Science and Director of the Institute of Mathematical Statistics and Actuarial Science, University of Bern, presents STRADA (www.strada.unibe.ch), the university's initiative connecting disciplinary knowledge with AI methods. He discusses opportunities and limits of AI for scientific practice.

Dr. Matteo Negri of the Slow Science Movement (www.slow-science.com) present their demands addressed to funders, institutions, publishers and researchers: more time for reflection, broader evaluation criteria, incentives for careful review, and stronger collaboration among researchers.

The event raises questions for discussion: Where can AI create room for reflection instead of adding pressure? Which research tasks gain from automation, and which lose quality when accelerated? Can AI even provide tools for slow science?

25. November 2026, 12:15
Online

Wir gestalten Wissenschaftskultur

Wer, wenn nicht wir? Stimmen aus dem Hochschulalltag.

Very supportive - and I would love a course on that such as leadership course for better science in academia

Marie Ballif

Im Sinne von Eugenia Cheng (X+Y: a manifesto for rethinking gender) sollten wir kongressive* Evaluationskriterien entwickeln anstatt Wissenschaftler*innen anhand ingressiver** Kriterien zu bewerten.

*kongressiv: Konzentration auf die Gesellschaft und die Gemeinschaft, Berücksichtigung anderer, statt ihnen etwas aufzuzwingen, Betonung von Interdependenz und Vernetzung, Zusammenarbeit und Kooperation, umsichtige Denkprozesse

**ingressiv: Fokussierung auf sich selbst, Betonung der Unabhängigkeit, wettbewerbsorientiert und kontradiktorisch, eingleisiges Denken

Nele Schuwirth

Science is for everyone, therefore we must appreciate diverse backgrounds, career path and lifestyles.

Michael Raissig

Das Wissenschaftssystem schreit nach Optimierung, Better Science muss her!

Anita Martin

The lack of respect for "better science" has made me question staying in science over and over. I am relieved to hear of this effort.

Natalie Ceperley

Für mehr Teilnahme am Verstehen, Austausch und Reflektieren.

Til Hänggi

Zehn Handlungsaufforderungen für eine bessere Wissenschaftskultur

Machen Sie Ihre Unterstützung für eine faire und nachhaltige Wissenschaftskultur sichtbar.