Wir wollen eine bessere Wissenschaftskultur für alle.

Die Arbeit an der Hochschule soll sich durch Nachhaltigkeit, Diversität und Chancengleichheit auszeichnen: Nur so kann wissenschaftliche Exzellenz erreicht werden. Better Science zeigt, wie Hochschulangehörige, Teams und Institutionen ein faires, wertschätzendes und verantwortungsvolles Umfeld schaffen können. 

 

Jetzt vernetzen

Was kann ich tun?

Ein Kulturwandel hin zu einer diversen, chancengleichen und nachhaltigen Kultur an Hochschulen kann von allen Hochschulangehörigen getragen werden. Egal, in welcher Rolle Sie sich befinden: Sie haben mehr Einfluss als Sie denken. Finden Sie heraus, was Sie heute konkret anstossen können. Unsere Anleitungen sind erprobte Praktiken aus dem Hochschulbetrieb. 

Umgang mit Medienanfragen

Leiten Sie Anfragen von Medien an die Person mit der entsprechenden Expertise weiter, statt sie für Ihre persönliche Sichtbarkeit zu missbrauchen. Informieren Sie sich über das Medium und unterstützen Sie unabhängige Redaktionen. Unterstützen Sie insbesondere die Repräsentation von Minderheiten in Ihrem Fachgebiet.

Qualität statt Quantität bei Publikationen

Indem Sie sich für sorgfältige, qualitative Publikationen einsetzen, tragen Sie zu einer Wissenschaftskultur bei, die Qualität über Quantität stellt.

  • Weigern Sie sich, sogenanntes Salami-Slicing zu betreiben; die Aufteilung Ihrer Ergebnisse auf möglichst viele Publikationen
  • Weigern Sie sich, Artikel zu co-autorisieren, in deren Erarbeitung Sie nicht aktiv involviert waren
  • Fordern und fördern Sie Publikationsdeadlines die lange genug Zeit geben, qualitativ gut zu schreiben
  • Publizieren Sie mehr Werke als Kollektiv und legen Sie dazu Regeln im Team oder im Institut fest
  • Zitieren Sie eine diverse Gruppe (akademisches Alter, ethnische Herkunft, Gender) und tragen Sie so zur Sichtbarmachung von marginalisierten Wissenschaftler*innen bei.

Wettbewerb und Publikationsdruck managen

Publikationsdruck und Wettbewerb können zu einem ungesunden Wissenschaftsumfeld führen. Institutionen können dem entgegenwirken, in dem Sie ein kollaboratives, positives, inklusives Arbeitsumfeld schaffen. Institutionen können insbesondere:

  • Forschungsfreiheit garantieren
  • Förderung einer Kultur der Koordination und Zusammenarbeit
  • Unterstützung der Zusammenarbeit mit Interessengruppen wie politischen Entscheidungsträgern, Geldgebern, Industrie und Handel sowie der Zivilgesellschaft, um den Wettbewerbs- und Publikationsdruck zu verringern
  • Strukturen für Forschungslaufbahnen einführen, die eine stabile und sichere Karriere ermöglicht
  • Verantwortungsbewusste Anstellungs- und Beurteilungspraktiken einführen
  • Eine ausgewogene Arbeitsbelastung gewährleisten

Code of Conduct

Ein Verhaltenskodex kann Verhaltensweisen im Team regeln. Ein solcher Kodex kann in der Organisationseinheit festgelegt werden, um Personen in die Verantwortung zu nehmen und zu empowern. Teams und Institute können bestehende Leitlinien offen diskutieren, abändern und ausbauen, um einen Konsens über ihre kollektiven und individuellen Verhaltensweisen und Einstellungen zu entwickeln. Auf dieser Grundlage könnte ein Gruppenstandard oder ein Versprechen entwickelt werden, der sicherstellt, dass alle Teammitglieder wissen, was im Forschungsumfeld erwartet wird. Dies trägt dazu bei, eine positive Kultur zu fördern, indem Standards und "Normen" verfeinert werden.

Nächste Veranstaltung

Online lunch event: Slow Science in Times of AI

Artificial intelligence promises faster research: automated analysis, generated text, shorter publication cycles. The Slow Science Movement argues that good research needs time, reflection and careful collaboration. This event examines what slow science can mean in an AI driven research environment.

David Ginsbourger, Professor of Statistical Data Science and Director of the Institute of Mathematical Statistics and Actuarial Science, University of Bern, presents STRADA (www.strada.unibe.ch), the university's initiative connecting disciplinary knowledge with AI methods. He discusses opportunities and limits of AI for scientific practice.

Dr. Matteo Negri of the Slow Science Movement (www.slow-science.com) present their demands addressed to funders, institutions, publishers and researchers: more time for reflection, broader evaluation criteria, incentives for careful review, and stronger collaboration among researchers.

The event raises questions for discussion: Where can AI create room for reflection instead of adding pressure? Which research tasks gain from automation, and which lose quality when accelerated? Can AI even provide tools for slow science?

25. November 2026, 12:15
Online

Wir gestalten Wissenschaftskultur

Wer, wenn nicht wir? Stimmen aus dem Hochschulalltag.

Better Science: Une initiative aussi bienvenue que nécessaire. Il en va de la qualité de la science comme du bien-être et de la santé des chercheurs et enseignants.

Christiane Kreitlow

Very supportive - and I would love a course on that such as leadership course for better science in academia

Marie Ballif

I really appreciate the fact that at this point in my career, I am quite free to pursue the ideas that really matter to me. Yes, it is this freedom that I cherish a lot and as I learn to protect these precious moments, my creativity blossoms.

Regula Neuenschwander

Cette initiative me redonne de l'espoir et de la force. Merci!

Nolwenn Bühler

Das Wissenschaftssystem schreit nach Optimierung, Better Science muss her!

Anita Martin

Ich möchte in einer Universitätslandschaft arbeiten in der mentale und emotionale Gesundheit, qualitativ hochwertige und ethisch verantwortungsbewusste Forschung, die Zeit braucht, an erster Stelle stehen und ich über die emotionale und finanzielle Ausbeutung von vor allem Nachwuchswissenschaftler*innen, dem Wettlauf um die meisten Publikationen und Zitationen und kurzen, unrealistischen Projektlaufzeiten und -Finanzierungen nur noch aus verstaubten Geschichtsbüchern lese.

Elisabeth Militz

Zehn Handlungsaufforderungen für eine bessere Wissenschaftskultur

Machen Sie Ihre Unterstützung für eine faire und nachhaltige Wissenschaftskultur sichtbar.